Pide aufs Haus

Nach Ostanatolien zieht es eher weniger Touristen, umso exotischer wirken wir auf die Einheimischen. Ein kurzer Stopp in Zara, einer von Schneebergen umgebenen Stadt, um noch schnell ein paar Gigabyte bei Turkcell aufzuladen.

Auch zweite Reihe ist schon alles voll geparkt, deshalb halten wir am „Taksi“-Stopp. Die Fahrer nicken uns zu, ist „tamam“. Wir wollen schnell die Einkäufe erledigen, da rennt Muhammet quer über die Straße und ist ganz erfreut über uns, unseren Unimog und überhaupt. Wenige Minuten später sitzen wir in Doğans Pide Firini. Ein liebenswerter Familienbetrieb, alle packen mit an. Die Söhne kneten den Teig, rollen ihn zu Fladen und befüllen sie, der Vater schiebt die Pide ins Feuer.

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Muhammet tippt neugierig seine Fragen an uns in seinem Smartphone ein. Google Translate ist schon praktisch. Die Ladentür öffnet sich, die Großmutter betritt die Stube, bringt eine weitere Schale mit ihrer köstlichen Füllung. Kurze Zeit später servieren uns die Jungs heiß dampfende Patatesli Pide, Brotrollen mit hausgemachter Kartoffelfüllung. Schnell wird noch Zeitungspapier auf dem Tisch ausgebreitet, Gurken und Tomaten herbeigeholt und aufgeschnitten, ein Häufchen Salz daneben gestreut. Geht aufs Haus, sagt Muhammet lächelnd. Wir nehmen noch eine Tüte voll Pide mit, für einen echten Nichttouristen-Betrag.

5 comments

  1. Schöne Berichte und Fotos, Danke dafür! Mit etwas Glück schaffen wir es, übermorgen aufzubrechen, ähnliche Route wie Ihr. Gute Fahrt!

  2. Merhabalar ?
    vielen Dank für die schöne Karte! Haben uns sehr gefreut und ich habe doch etwas heim-Fernweh bekommen.
    Ps.“ Sucuklu Toast“ essen nicht vergessen. ? Kokorec habt ihr ja schon gegessen ?

  3. Toll das Ihr uns teilhaben lasst. Irgendwie Reise ich manchmal mit Euch.
    Mein türkischer Friseur schwärmt immer von der türkischen Schwarzmeerküste. Hab ich Dir mal erzählt Marco.
    Der kommt aus der Ecke Trabzon. Vielleicht kommt Ihr da vorbei.

    Bis bald
    .c

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